Marien-Apotheke in 30171 Hannover
Aktuelle News
Tuberkulose wirksam behandeln


Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die meist die Lunge betrifft.
Antibiotikaresistenzen vermeiden

Pharmazeuten der Martin-Luther-Universitt Halle-Wittenberg (MLU) entwickelten eine Strategie, um die Wirksamkeit eines gngigen Tuberkulose-Antibiotikums zu verbessern. Gleichzeitig verhinderten sie im Experiment eine Resistenzentwicklung.

Problem Multiresistenz

Tuberkulose ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit vorwiegend der Atemwege und wird durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis bertragen. Infizierte geben die Krankheit ber Trpfcheninfektion an Menschen in ihrer Umgebung weiter. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. „Zunehmend bilden die Bakterien aber Resistenzen gegen die gngigen Antibiotika aus“, warnt Prof. Andreas Hilgeroth vom Institut fr Pharmazie der MLU. Spricht ein Patient nicht mehr auf die Standardtherapie an, muss man auf strkere Medikamente mit meist strkeren Nebenwirkungen ausweichen. Bildet ein Bakterienstamm gegen mehrere Antibiotika eine Resistenz aus, spricht man von einer so genannten multiresistenten Tuberkulose. Im Jahr 2016 verzeichnete die Weltgesundheitsorganisation fast eine halbe Million Todesflle aufgrund von multiresistenten Tuberkuloseerkrankungen.

Neue Strategie: Wirksamkeit bekannter Antibiotika verbessern

Tuberkulosebakterien verhindern eine effektive Antibiotikawirkung, indem sie die Wirkstoffe aus ihrem Zellinneren herauspumpen, bevor diese ihre Wirkung entfalten knnen. „Wenn man diesen Pumpmechanismus innerhalb der Bakterien blockiert oder zumindest behindert, lsst sich die Wirksamkeit gngiger Medikamente womglich verbessern“, erlutert Hilgeroth das Vorgehen der Wissenschaftler. Die Pharmazeuten kombinierten in ihren Versuchen eine neu entwickelte chemische Substanz mit gngigen Tuberkulose-Antibiotika und prften deren Wirksamkeit. Insbesondere mit dem Antibiotikum Isoniazid erhielten die Forscher sehr gute Ergebnisse und der Pumpmechanismus in den Bakterien wurde blockiert. „So kann das Isoniazid seine Wirkung besser entfalten“, fasst Hilgeroth zusammen. Quelle: Martin-Luther-Universitt Halle-Wittenberg

07.06.2018 | Von: Simone Lang


Kontakt
Marien-Apotheke OHG
Dr. Gisela Sperling · Philip Winter


Marienstraße 55
30171 Hannover

Tel.: (0511) 32 15 66
Fax: (0511) 32 80 36

www.Marien-Apotheke-Hannover.de
Öffnungszeiten
Mo - Fr:
08.00 Uhr - 18.30 Uhr

Samstag:
09.00 Uhr - 13.00 Uhr
News